Zusammenarbeit beginnt mit Vertrauen
Unsere Geschäftsführerin Vaya Wieser-Weber durfte in diesem Monat für CEO Janine Lampprecht gemeinsam mit ihrer COO Sladjana Pfrommer auch in diesem Jahr die Teamklausur der Grenzlotsen GmbH in Überlingen am Bodensee begleiten.
Im Mittelpunkt stand weniger ein einzelnes Tool oder eine Methode, sondern etwas Grundlegenderes: die Qualität der Zusammenarbeit. Genauer gesagt – eine Kultur, in der Menschen sich trauen, präsent zu sein, Verantwortung zu übernehmen und ihre Perspektiven einzubringen. Eine Kultur psychologischer Sicherheit.
Was dort erlebbar wurde, war ein Miteinander, das von Offenheit, Klarheit und gegenseitigem Respekt geprägt ist. Gespräche waren direkt, Feedback wurde selbstverständlich geteilt – auch gegenüber der Führungsebene. Nicht konfrontativ, sondern konstruktiv. Nicht vorsichtig, sondern bewusst.
Diese Art von Zusammenarbeit entsteht nicht zufällig. Sie ist das Ergebnis kontinuierlicher Führungsarbeit und einer klaren Haltung: Vertrauen ist keine Annahme, sondern eine tägliche Praxis.
Was Forschung dazu sagt: Googles Project Aristotle
Dass genau diese Qualität den Unterschied macht, belegt eine der bekanntesten Studien zur Teamarbeit: Googles Project Aristotle. Zwischen 2012 und 2014 analysierte Google rund 180 interne Teams – von sehr erfolgreich bis deutlich weniger wirksam.
Untersucht wurden sowohl die Zusammensetzung der Teams als auch ihre Interaktionsmuster. Die zentrale Erkenntnis:
Die Leistungsfähigkeit eines Teams hängt weniger von individuellen Talenten ab als von der Art, wie Menschen miteinander arbeiten.
In den besonders erfolgreichen Teams zeigten sich immer wieder fünf gemeinsame Faktoren. An oberster Stelle stand dabei ein Aspekt, ohne den alle anderen an Wirkung verlieren: psychologische Sicherheit.
Erst auf dieser Basis können Verlässlichkeit, klare Strukturen, Sinnorientierung und das Erleben von Wirkung wirklich greifen. Psychologische Sicherheit ist damit kein Zusatz – sie ist die Voraussetzung.
Eine Einordnung des Begriffs
Geprägt wurde das Konzept von der Harvard-Professorin Amy Edmondson. Sie beschreibt psychologische Sicherheit als das Ausmaß, in dem sich Menschen sicher fühlen, ein zwischenmenschliches Risiko einzugehen.
Wo diese Sicherheit fehlt, halten Mitarbeitende Fragen zurück, äußern Zweifel nicht oder vermeiden es, Fehler anzusprechen – aus Sorge, negativ bewertet oder als inkompetent wahrgenommen zu werden.
In einem psychologisch sicheren Umfeld ist das anders. Hier können Menschen ihre Gedanken, Unsicherheiten und Ideen offen teilen, ohne Angst vor Abwertung oder Sanktionierung.
Wichtig ist dabei: Psychologische Sicherheit bedeutet weder Konfliktfreiheit noch Beliebigkeit. Sie schafft vielmehr den Raum für sachliche Auseinandersetzung, Lernen und Entwicklung – und genau darin liegt ihre Kraft.
Fazit
Psychologische Sicherheit zeigt sich nicht in Leitbildern, sondern im täglichen Miteinander.
Der Einblick in die Arbeit der Grenzlotsen GmbH macht deutlich, wie wirksam sie ist, wenn sie konsequent gelebt wird.
Die Forschung unterstreicht ihre Bedeutung als zentralen Erfolgsfaktor von Teams.
Und die Definition von Amy Edmondson verdeutlicht den Kern: Menschen brauchen Sicherheit, um sich einzubringen – und Mut, um Verantwortung zu übernehmen.
Psychologische Sicherheit ist keine Intervention.
Sie ist eine Haltung. Und sie entsteht dort, wo Vertrauen bewusst gestaltet wird.
Bis dahin – bleibt flexibel!
euer Ralf Schmitt, Vaya Wieser-Weber
und das Team der Impulspiloten