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Zwischen Vertrauen und Technologie: Was Unternehmen heute wirklich vor Cyberangriffen schützt

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In der neues Podcast-Ausgabe von Good Life, Good Business spricht unsere Geschftsführerin Vaya Wieser-Weber mit der Cybersecurity-Expertin Dr. Erlijn van Genuchten über Künstliche Intelligenz, menschliches Verhalten und die Zukunft digitaler Sicherheit.‘

Wenn über Cybersecurity gesprochen wird, entstehen schnell Bilder von hochkomplexen Hackerangriffen, ausgeklügelter Schadsoftware und technischen Sicherheitslücken. Doch genau dieses Bild stellte Erlijn im Gespräch mit Vaya infrage. Die Wissenschaftlerin, Hackerin und Expertin für Cybersecurity und Nachhaltigkeit macht im Gespräch deutlich, dass erfolgreiche Angriffe oft gar nicht an der Technik ansetzen – sondern beim Menschen.

Denn digitale Sicherheit ist längst kein reines IT-Thema mehr. Sie betrifft Führungskräfte genauso wie Mitarbeitende und ist eng mit Unternehmenskultur, Kommunikation und Entscheidungsverhalten verbunden.

Warum Menschen häufiger angegriffen werden als Computersysteme

Cyberkriminelle suchen in vielen Fällen nicht nach der kompliziertesten technischen Schwachstelle, sondern nach dem einfachsten Weg zum Ziel.

Und dieser führt häufig über den Menschen.

Social Engineering beschreibt genau dieses Vorgehen. Dabei werden keine Firewalls überwunden oder Programme manipuliert. Stattdessen nutzen Angreifer psychologische Mechanismen wie Zeitdruck, Hilfsbereitschaft oder Autorität aus. Eine scheinbar dringende Nachricht vom Geschäftsführer, eine täuschend echte E-Mail oder ein glaubwürdiger Anruf reichen oft aus, damit vertrauliche Informationen preisgegeben oder Zahlungen ausgelöst werden.

Gerade diese Form der Manipulation zeigt, dass Cybersicherheit weit mehr umfasst als Software oder technische Schutzmaßnahmen. Entscheidend ist ebenso, wie Menschen kommunizieren, Entscheidungen treffen und in Stresssituationen reagieren.

Für Unternehmen bedeutet das: Sicherheitskonzepte müssen immer auch den Faktor Mensch berücksichtigen.

Künstliche Intelligenz braucht einen verantwortungsvollen Umgang

Ein weiterer Schwerpunkt des Gesprächs ist der Einsatz von Künstlicher Intelligenz im Arbeitsalltag. Kaum eine Technologie verändert Unternehmen derzeit so rasant wie KI. Sie unterstützt bei Recherchen, Analysen, Texten oder kreativen Prozessen und eröffnet enorme Möglichkeiten.

Gleichzeitig wächst jedoch die Verantwortung im Umgang mit diesen Werkzeugen.

Erlijn macht deutlich, dass viele Menschen heute unbewusst sensible Informationen in KI-Systeme eingeben – von personenbezogenen Daten bis hin zu vertraulichen Unternehmensinhalten. Nicht jede Information gehört jedoch in einen Chatbot oder eine generative KI.

Die entscheidende Frage lautet deshalb nicht, ob KI genutzt werden sollte, sondern wie sie verantwortungsvoll eingesetzt werden kann.

Wer den Mehrwert der Technologie nutzen möchte, sollte gleichzeitig Datenschutz, Informationssicherheit und klare Leitlinien mitdenken.

Sicherheit entsteht nicht durch Technik allein

Natürlich spielen starke Passwörter, Mehrfaktor-Authentifizierung oder aktuelle Software eine wichtige Rolle. Dennoch wird im Gespräch deutlich, dass technische Maßnahmen nur eine Seite der Medaille sind.

Selbst das sicherste System schützt wenig, wenn Mitarbeitende unbedacht auf Phishing-Mails reagieren oder Zugangsdaten weitergeben. Umgekehrt kann eine aufmerksame Unternehmenskultur viele Risiken frühzeitig erkennen und verhindern.

Deshalb beginnt Informationssicherheit häufig nicht in der IT-Abteilung, sondern im Arbeitsalltag. Da, wo Fragen gestellt werden dürfen.

Dort, wo Unsicherheiten offen angesprochen werden.

Und dort, wo Aufmerksamkeit wichtiger ist als Geschwindigkeit.

Eine Kultur, die Lernen statt Schuldzuweisungen fördert, erhöht letztlich auch die digitale Sicherheit.

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Neue Technologien brauchen klare Leitplanken

Unternehmen stehen heute unter erheblichem Innovationsdruck. Neue KI-Anwendungen erscheinen beinahe täglich, und viele Organisationen möchten möglichst schnell Erfahrungen sammeln, um den Anschluss nicht zu verlieren. Dieser Wunsch ist nachvollziehbar.

Gleichzeitig erinnerte Erlijn daran, dass Geschwindigkeit allein noch keine nachhaltige Digitalisierung schafft.

Neue Technologien entfalten ihren Nutzen erst dann vollständig, wenn sie in klare Prozesse, Verantwortlichkeiten und ethische Leitlinien eingebettet werden. Wer erst handelt und anschließend über Sicherheit nachdenkt, läuft Gefahr, später aufwendig nachbessern zu müssen.

Gerade Führungskräfte sind deshalb gefordert, nicht nur technische Möglichkeiten zu bewerten, sondern auch deren Auswirkungen auf Organisation, Mitarbeitende und Unternehmenskultur mitzudenken.

Nachhaltigkeit endet nicht beim Klimaschutz

Ein spannender Aspekt des Gesprächs war die Verbindung zweier Themen, die auf den ersten Blick wenig miteinander zu tun haben: Cybersecurity und Nachhaltigkeit.

Für Erlijn gehören beide untrennbar zusammen.

Nachhaltigkeit umfasst nicht nur ökologische Fragestellungen, sondern ebenso wirtschaftliche Stabilität und soziale Verantwortung. Cyberangriffe können Unternehmen erheblich schädigen, Vertrauen zerstören und Arbeitsplätze gefährden. Sich wirksam vor solchen Risiken zu schützen, ist daher auch eine Form nachhaltigen Wirtschaftens.

Gleichzeitig eröffnet Künstliche Intelligenz zahlreiche Möglichkeiten, Ressourcen effizienter einzusetzen, Energie intelligenter zu steuern oder Prozesse nachhaltiger zu gestalten.

Technologie ist dabei weder grundsätzlich gut noch schlecht.

Entscheidend bleibt, mit welcher Haltung sie entwickelt und eingesetzt wird.

Veränderung gelingt selten aus Gewohnheit

Ein weiterer Gedanke zieht sich wie ein roter Faden durch das Gespräch: Menschen verändern ihr Verhalten häufig erst dann, wenn äußere Umstände sie dazu zwingen.

Dieses Muster zeigt sich in Unternehmen ebenso wie im privaten Alltag. Solange bestehende Prozesse funktionieren, werden sie selten hinterfragt. Erst wenn Herausforderungen größer werden, entstehen neue Denkweisen und innovative Lösungen.

Die vergangenen Jahre haben eindrucksvoll gezeigt, wie schnell Organisationen Veränderungen umsetzen können, wenn sie notwendig werden. Digitalisierung, virtuelle Zusammenarbeit oder neue Arbeitsformen wurden innerhalb kurzer Zeit selbstverständlich.

Vielleicht liegt genau darin eine wichtige Erkenntnis: Zukunft entsteht nicht erst unter Druck. Sie lässt sich aktiv gestalten – wenn Organisationen bereit sind, Veränderungen frühzeitig anzunehmen.

Zukunft entsteht durch verantwortungsvolle Entscheidungen

Das Gespräch zwischen Vaya und Erlijn macht deutlich, dass Digitalisierung weit mehr ist als der Einsatz neuer Technologien. Entscheidend ist, wie Menschen mit diesen Möglichkeiten umgehen.

Cybersecurity beginnt bei Aufmerksamkeit.

Künstliche Intelligenz braucht klare Leitplanken.

Und nachhaltige Innovation entsteht dort, wo Technologie, Verantwortung und menschliches Verhalten zusammengedacht werden.

Gerade deshalb sind Themen wie Informationssicherheit, KI und Unternehmenskultur heute keine getrennten Disziplinen mehr. Sie bilden gemeinsam die Grundlage dafür, wie Organisationen auch in Zukunft erfolgreich, resilient und vertrauenswürdig handeln können.

Herzlich –

eure Vaya Wieser-Weber,

und das Team der Impulspiloten

Autor

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    Vaya Wieser-Weber ist Unternehmerin und Keynote Speakerin für Growth Mindset, Zuversicht und positive Führung im Business. Unternehmen buchen sie, wenn es darum geht, Veränderung nicht nur zu verstehen, sondern in Verhalten zu übersetzen und eine klare, zukunftsorientierte Haltung im Unternehmen zu verankern.

    Sie zählt zu den profiliertesten Speakerinnen im deutschsprachigen Raum und steht für Keynotes mit Substanz, Wirkung und hoher Umsetzungsstärke – geprägt von über 25 Jahren Erfahrung, fundierter Expertise sowie einer kraftvollen Mischung aus Klarheit, Energie und Humor.

    In ihren Vorträgen zeigt sie, wie Unternehmen, Teams und Führungskräfte auch in unsicheren Zeiten handlungsfähig bleiben, ein starkes Growth Mindset entwickeln und Zuversicht gezielt als Führungsressource nutzen.

    Als Autorin, Podcasterin von „Good Life, Good Business“ und geschäftsführende Gesellschafterin der Impulspiloten GmbH entwickelt sie Formate für Organisationsentwicklung, die Kultur, Zusammenarbeit und Führung nachhaltig verändern.

    Mehr über ihre Arbeit:
    👉 www.vaya.live
    👉 www.impulspiloten.de
    👉 www.wildwomensclub.de
    👉 Podcast „Good Life, Good Business

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