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Vom Neuanfang zur starken Community: Shadi Pouyazadeh über Mut, Meditation und Female Empowerment

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Was passiert, wenn ein erfolgreiches Leben plötzlich nicht mehr zum eigenen Leben passt? Wenn ein sicherer Karriereweg verlassen wird und kurz darauf eine Krise folgt, die alles infrage stellt? Die Geschichte von Shadi Pouyazadeh  zeigt, wie aus einem persönlichen Umbruch eine klare Vision und schließlich eine erfolgreiche Community entstehen können.

Shadi war lange als Modechefin und Moderatorin in der Medienbranche tätig. Heute arbeitet sie als Keynote-Speakerin, Meditations- und Achtsamkeitstrainerin und ist Gründerin des Mindful Women’s Circle. In einem Gespräch mit Vaya Wieser-Weber im Podcast Good Life, Good Business spricht sie über ihren beruflichen Neuanfang, die Bedeutung von Meditation, den Umgang mit Krisen und die Frage, wie Frauen sich gegenseitig stärken können.

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Wenn Erfolg sich plötzlich falsch anfühlt

Nach der Geburt ihres Sohnes begann Shadi, ihr bisheriges Leben anders zu betrachten. Nach außen schien vieles zu stimmen: eine erfolgreiche Karriere, Familie und ein Leben, das sie sich selbst aufgebaut hatte. Innerlich entstand jedoch zunehmend das Gefühl, nicht mehr das eigene Leben zu führen.

Sie beschreibt diesen Moment als das Gefühl, die Rolle einer anderen Person zu spielen. Die Diskrepanz zwischen äußerem Erfolg und innerer Zufriedenheit wurde schließlich so groß, dass sie eine Entscheidung traf: Sie gab ihren sicheren Job in der Medienbranche auf und suchte nach einem neuen Weg.

Der Ausgangspunkt dafür war unter anderem ihre Beschäftigung mit Meditation und persönlicher Entwicklung.

 

Von der Medienwelt zur Meditation

Ihre erste intensive Begegnung mit Meditation hatte Shadi während eines Aufenthalts in Costa Rica. Dort beobachtete sie zwei Frauen beim Meditieren und kam anschließend mit einer von ihnen, der Schamanin Christina, in Kontakt. Aus dieser Begegnung entwickelten sich über mehrere Jahre Erfahrungen mit Meditation, innerer Arbeit und persönlichen Entwicklungsprozessen.

Zurück in Wien absolvierte sie eine Coaching-Ausbildung und machte ihre Leidenschaft schließlich zum Beruf. Sie mietete einen Raum im Ritz-Carlton und startete als Meditationstrainerin.

Der Zeitpunkt für den beruflichen Neustart hätte schwieriger kaum sein können: Im Januar 2020 begann sie, ihr neues Business aufzubauen. Wenige Wochen später veränderte die Corona-Pandemie die Rahmenbedingungen grundlegend.

 

Eine Krise wird zum Wendepunkt

Mit dem Lockdown fielen die Möglichkeiten weg, die sie für ihr neues Geschäftsmodell benötigt hatte. Gleichzeitig zerbrach ihre Ehe. Shadi verlor damit nicht nur ihre berufliche Grundlage, sondern musste auch ihr privates Leben neu organisieren. Sie hatte kein eigenes finanzielles Sicherheitsnetz und stand als alleinerziehende Mutter vor einer völlig neuen Situation.

In dieser Phase bekam sie von ihrer Mutter einen Satz mit auf den Weg, der zu einer Art Leitgedanken wurde:

„Du bist genau am richtigen Ort, zur richtigen Zeit. Und jetzt nimmst du dein Leben wie ein weißes Blatt Papier und schreibst es neu.“

Für Shadi veränderte dieser Perspektivwechsel vieles. Innerhalb von 90 Tagen stellte sie zentrale Bereiche ihres Lebens neu auf. Sie brachte die Scheidung hinter sich, suchte sich eine Wohnung und einen neuen Job und begann, mit ihrem Sohn ein neues Zuhause aufzubauen.

Die Erfahrung prägte auch ihre spätere Arbeit. Für sie liegt in persönlichen Krisen die Möglichkeit, Schmerz und Unsicherheit in neue Energie und Handlungskraft zu verwandeln.

 

Wie aus einer persönlichen Erfahrung eine Geschäftsidee entstand

Nach dieser Zeit beschäftigte Shadi eine weitere Frage: Wenn überall von Female Empowerment gesprochen wird, wo finden Frauen tatsächlich Räume, in denen sie sich gegenseitig unterstützen und gemeinsam wachsen können?

Aus dieser Frage entwickelte sich eine konkrete Vision. Sie wollte einen Ort schaffen, an dem Frauen sich auf unterschiedlichen Ebenen weiterentwickeln können – beruflich, emotional, spirituell und persönlich.

Für die Umsetzung hatte sie zunächst weder ein großes Budget noch ein fertiges Konzept. Dafür verfügte sie über Erfahrungen aus der Medienbranche und ein umfangreiches Netzwerk.

Sie begann, frühere Kontakte anzusprechen und ihnen von ihrer Idee zu erzählen. Daraus entstand der Mindful Women’s Circle.

 

Vom ersten Treffen zur etablierten Community

Der Mindful Women’s Circle startete im November 2024 mit 40 Frauen. Das Konzept verband Meditation, Keynotes und Networking. Nach einer gemeinsamen Meditation und weiteren Impulsen entstand Raum für persönliche Gespräche und neue Kontakte.

Die Entwicklung verlief schnell. Bereits wenige Monate später verzeichnete eine Veranstaltung 520 Anmeldungen. Aus der ursprünglichen Idee entwickelte sich eine Community für Unternehmerinnen, CEOs, Entrepreneure und Führungspersönlichkeiten.

Heute umfasst das Konzept unter anderem regelmäßige Events, einen Members Club und weitere Formate. Neben Wien wurden bereits Veranstaltungen in Zürich umgesetzt. Weitere Standorte wie München und Mallorca sind Teil der Expansionspläne. Ziel ist es, eine deutschsprachige Community aufzubauen und Frauen aus unterschiedlichen Städten miteinander zu verbinden.

 

Networking beginnt mit echter Verbindung

Ein zentraler Gedanke hinter dem Mindful Women’s Circle ist die Qualität der Begegnung.

Für Shadi geht es beim Networking nicht darum, möglichst viele Visitenkarten auszutauschen. Die Veranstaltungen sollen zunächst eine Atmosphäre schaffen, in der echte Verbindung entstehen kann. Meditation und andere Elemente des Formats dienen dabei als Einstieg in einen anderen Zustand der Aufmerksamkeit.

Erst danach beginnt das eigentliche Netzwerken.

Damit verbindet der Mindful Women’s Circle zwei Aspekte, die im beruflichen Kontext häufig getrennt betrachtet werden: persönliche Entwicklung und berufliche Vernetzung.

 

Drei Impulse für Menschen mit einer eigenen Vision

Aus ihrer Geschichte leitet Shadi mehrere Gedanken ab, die auch für andere Gründerinnen, Führungskräfte und Menschen mit Veränderungswunsch relevant sein können.

Erstens: Die eigene Überzeugung sollte stärker sein als die Meinung des Umfelds.

Gerade bei beruflichen Veränderungen spielen die Erwartungen anderer eine große Rolle. Was denkt die Familie? Was sagen Freunde? Wie wird das Umfeld auf eine Entscheidung reagieren? Shadi plädiert dafür, den Blick stärker auf die eigenen Fähigkeiten und Ziele zu richten.

Zweitens: Mit den Ressourcen starten, die bereits vorhanden sind.

Shadi hatte nach eigenen Angaben kein Startkapital. Dafür hatte sie Fähigkeiten in Moderation und Kommunikation, Erfahrung mit Meditation und ein gewachsenes Netzwerk. Diese Ressourcen wurden zur Grundlage ihres neuen Geschäftsmodells.

Drittens: Dranbleiben.

Eine Vision muss nicht sofort groß beginnen. Entscheidend ist, sie konsequent weiterzuentwickeln. Aus drei Menschen können 30 werden, aus 30 schließlich 300. Für Shadi gehört diese Beharrlichkeit zu den wichtigsten Voraussetzungen für nachhaltige Entwicklung.

 

Veränderung beginnt mit einer Entscheidung

Die Geschichte von Shadi zeigt, dass Veränderung selten nach einem perfekten Plan funktioniert. Ihr Weg begann mit einem Gefühl, das sich nicht mehr ignorieren ließ. Danach folgten Unsicherheit, Rückschläge und eine Phase, in der vieles gleichzeitig wegfiel.

Aus dieser Situation entstand schließlich eine neue berufliche Richtung und mit dem Mindful Women’s Circle eine konkrete Vision.

Für die Impulspiloten steckt darin eine Frage, die weit über die persönliche Geschichte hinausgeht: Was kann entstehen, wenn Menschen den Mut haben, vorhandene Ressourcen neu zu kombinieren und aus einer persönlichen Überzeugung eine gemeinsame Vision zu entwickeln?

Shadis Geschichte liefert darauf eine eindrucksvolle Antwort: Manchmal beginnt der nächste Schritt genau dort, wo der bisherige Weg endet.

 

Herzlich –

eure Vaya Wieser-Weber,

und das Team der Impulspiloten

Autor

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    Vaya Wieser-Weber ist Unternehmerin und Keynote Speakerin für Growth Mindset, Zuversicht und positive Führung im Business. Unternehmen buchen sie, wenn es darum geht, Veränderung nicht nur zu verstehen, sondern in Verhalten zu übersetzen und eine klare, zukunftsorientierte Haltung im Unternehmen zu verankern.

    Sie zählt zu den profiliertesten Speakerinnen im deutschsprachigen Raum und steht für Keynotes mit Substanz, Wirkung und hoher Umsetzungsstärke – geprägt von über 25 Jahren Erfahrung, fundierter Expertise sowie einer kraftvollen Mischung aus Klarheit, Energie und Humor.

    In ihren Vorträgen zeigt sie, wie Unternehmen, Teams und Führungskräfte auch in unsicheren Zeiten handlungsfähig bleiben, ein starkes Growth Mindset entwickeln und Zuversicht gezielt als Führungsressource nutzen.

    Als Autorin, Podcasterin von „Good Life, Good Business“ und geschäftsführende Gesellschafterin der Impulspiloten GmbH entwickelt sie Formate für Organisationsentwicklung, die Kultur, Zusammenarbeit und Führung nachhaltig verändern.

    Mehr über ihre Arbeit:
    👉 www.vaya.live
    👉 www.impulspiloten.de
    👉 www.wildwomensclub.de
    👉 Podcast „Good Life, Good Business

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