Was macht ein Event wirklich unvergesslich? Diese Frage stellt sich Ralf in seinem Expertentalk mit Fabian Seewald von SeaArts – und bekommt darauf jede Menge Antworten. Denn Fabian bringt nicht nur Tempo ins Gespräch, sondern vor allem eine beeindruckende Bandbreite an Erfahrung: von kleinen Formaten bis hin zu internationalen Großbühnen.
Schon früh im Gespräch wird klar: Showacts sind weit mehr als nur Unterhaltung. Sie sind ein entscheidender Hebel, um Menschen zu erreichen, zu verbinden und Erlebnisse zu schaffen, die im Kopf bleiben.
Von der Straße auf die große Bühne
Fabians Weg in die Welt der Showacts begann – wie bei vielen Künstlern – auf der Straße. Mit Formaten wie der über fünf Meter großen Puppe „Dundu“ entwickelte sich daraus Schritt für Schritt eine internationale Karriere: von Straßentheater über Festivals bis hin zu TV-Produktionen und großen Shows.
Diese Entwicklung zeigt auch, worauf es für Künstler ankommt: Sichtbarkeit und vor allem gutes Material. Veranstalter müssen schnell verstehen können, was ein Act leistet und wie er wirkt. Gleichzeitig bewegt sich vieles in bekannten Kategorien – von LED-Shows über Luftakrobatik bis hin zu Comedy. Die Kunst liegt darin, aus diesen Möglichkeiten den passenden Mix für das jeweilige Event zu finden.
Warum Künstler mehr können als nur auftreten
Ein zentraler Gedanke aus dem Gespräch: Wer Künstler bucht, sollte ihr Potenzial voll ausschöpfen. Denn ihre Stärke liegt nicht nur in der Performance auf der Bühne, sondern auch in ihrer Haltung.
Fabian beschreibt Künstler als Menschen mit außergewöhnlicher Hingabe, Geduld und Disziplin. Genau diese Eigenschaften können auch für Unternehmen wertvoll sein – etwa durch zusätzliche Formate wie Meet & Greets oder interaktive Sessions. So entsteht echte Verbindung.
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Mehr InformationenDer richtige Showact zur richtigen Zeit
Ein guter Showact funktioniert nie isoliert – er ist immer Teil einer Gesamt-Dramaturgie. Je nach Zeitpunkt im Event erfüllt er unterschiedliche Aufgaben.
Zu Beginn eines Events geht es vor allem darum, Energie in den Raum zu bringen. Dynamische Formate wie LED-Shows eignen sich besonders gut, um das Publikum abzuholen und emotional einzustimmen. Musik, Licht und Bewegung sorgen dafür, dass alle im Moment ankommen.
Nach der Mittagspause hingegen darf es interaktiver werden. Hier geht es darum, die Teilnehmenden wieder zu aktivieren, sie einzubinden und vielleicht auch kurz reflektieren zu lassen, was bereits passiert ist. Bewegung, Beteiligung und kleine Impulse helfen, aus dem „Nachmittags-Tief“ herauszukommen.
Über den gesamten Tag hinweg entsteht so ein Rhythmus aus Energie und Entspannung, aus Emotion und Fokus – ein Wechselspiel, das Events lebendig macht.
Connection statt Content
Ein besonders prägnanter Satz von Fabian lautet: „Connection over Content.“
In einer Welt, in der Inhalte jederzeit verfügbar sind, wird die Verbindung zwischen Menschen immer wichtiger. Showacts können genau dazu beitragen – indem sie gemeinsame Erlebnisse schaffen, Emotionen auslösen und Menschen miteinander ins Gespräch bringen.
Dabei spielen auch Sinneseindrücke eine große Rolle. Licht, Musik, Bewegung oder sogar Düfte können gezielt eingesetzt werden, um Atmosphäre zu schaffen und Menschen tiefer in das Erlebnis hineinzuziehen. Events werden so zu multisensorischen Erfahrungen, die weit über klassische Vorträge hinausgehen.
Wenn Showacts auf die Botschaft einzahlen
Ein weiterer wichtiger Punkt: Showacts sollten nicht nur unterhalten, sondern auch inhaltlich zum Event passen. Besonders im Corporate-Kontext ist es entscheidend, dass sie die zentrale Botschaft unterstützen.
Das kann ganz unterschiedlich aussehen – von einer akrobatischen Inszenierung, die ein Innovationsthema visuell erlebbar macht, bis hin zu einer künstlerischen Performance, die Veränderung oder Transformation symbolisiert. Entscheidend ist, dass der Act nicht losgelöst wirkt, sondern Teil der Geschichte wird, die das Event erzählt.
Walk-Acts: Die unterschätzte Kraft
Neben klassischen Bühnenacts spricht Fabian auch über sogenannte Walk-Acts – also Künstler, die sich direkt unter das Publikum mischen. Dazu gehören beispielsweise Stelzenläufer, Close-up-Künstler oder interaktive Formate.
Gerade beim Ankommen oder in Übergangsphasen entfalten sie ihre besondere Wirkung. Sie nehmen den Gästen die Unsicherheit, schaffen erste Gesprächsanlässe und holen die Menschen emotional ab. Gleichzeitig sorgen sie für Leichtigkeit und kleine magische Momente – etwa durch Seifenblasen, Musik oder spontane Interaktionen.
Diese scheinbar kleinen Elemente tragen oft entscheidend dazu bei, wie sich ein Event anfühlt.
Mehr Leichtigkeit, mehr Erlebnis
Was sich durch das gesamte Gespräch zieht, ist ein klarer Wunsch: Events dürfen wieder leichter, spielerischer und erlebnisorientierter werden.
Statt reiner Informationsvermittlung geht es darum, Räume zu schaffen, in denen Menschen gemeinsam etwas erleben. Momente, die überraschen, berühren oder einfach Freude machen. Genau hier liegt die Stärke von Kunst und Performance.
Fazit: Events brauchen Emotion
Das Gespräch mit Fabian zeigt eindrucksvoll, wie viel Potenzial in gut eingesetzten Showacts steckt. Sie bringen Energie, schaffen Verbindung und machen Inhalte erlebbar.
Oder anders gesagt: Sie geben einem Event genau das, was oft fehlt – Emotion, Leichtigkeit und echte Begegnung.
Wer Events plant, sollte deshalb nicht nur fragen, welcher Act passt, sondern vor allem: Welche Wirkung soll entstehen? Denn genau dort beginnt die eigentliche Gestaltungskraft.
Bis dahin – bleibt flexibel!
eueRE Ralf Schmitt und
Vaya Wieser-Weber
und das Team der Impulspiloten