Der Kunde
Die IdeenExpo ist Europas größtes Jugend-Event für Technik und Naturwissenschaften. Neun Tage lang wird das Messegelände Hannover zum Zukunftsort für über 400.000 junge Besucher:innen – mit Unternehmen, Hochschulen, Forschungseinrichtungen, Schulen, Künstler:innen und bekannten Content Creatorn.
Ziel der IdeenExpo ist es, junge Menschen für MINT-Berufe, Zukunftstechnologien, Ausbildung, Studium und neue Perspektiven zu begeistern.
Für die Impulspiloten ist die IdeenExpo seit 2017 ein besonderes Projekt. Denn hier zeigt sich immer wieder aufs Neue, worauf es bei guter Bühnenarbeit wirklich ankommt: nicht nur moderieren, sondern Menschen erreichen.
Für welche Business-Situation geeignet?
Dieser Ansatz eignet sich besonders für Unternehmen und Organisationen, die:
- komplexe Bühnenprogramme mit vielen Beteiligten realisieren möchten
- Zielgruppen erreichen wollen, die nicht automatisch zuhören
- Fach-, Bildungs- oder Transformationsthemen lebendig vermitteln möchten
- Veranstaltungen mit hoher Dynamik, vielen Gewerken und kurzfristigen Änderungen planen
- Content, Entertainment und Business sinnvoll miteinander verbinden wollen
- Moderator:innen suchen, die nicht nur ansagen, sondern Situationen führen, Menschen aktivieren und Inhalte übersetzen
- Formate brauchen, die auch bei anspruchsvollen Zielgruppen Aufmerksamkeit erzeugen
Besonders wirksam ist dieser Ansatz überall dort, wo klassische Präsentationen nicht mehr ausreichen. Denn je anspruchsvoller die Zielgruppe, desto wichtiger wird die Frage: Wie wird aus Inhalt ein Erlebnis?
Jede Zielgruppe braucht andere Zugänge. Manche brauchen Energie. Andere brauchen Sicherheit. Wieder andere brauchen Beteiligung, Humor, Irritation, Tiefe oder klare Orientierung. Deshalb beginnt erfolgreiche Formatentwicklung nicht mit der Frage: „Wer moderiert das?“ Sondern mit der Frage: Was muss im Raum passieren, damit diese Zielgruppe wirklich erreicht wird?
Die Herausforderung
Auf der IdeenExpo konkurrieren Bühnenprogramme nicht mit Langeweile. Sie konkurrieren mit unzähligen starken Alternativen.
Junge Besucher:innen können an Ständen experimentieren, Technik ausprobieren, mit Unternehmen ins Gespräch kommen, Creator treffen, Musik erleben und sich frei über ein riesiges Messegelände bewegen. In diesem Umfeld ist „sitzen und zuschauen“ zunächst nicht automatisch attraktiv.
Gleichzeitig möchten Aussteller:innen ihre Themen, Berufe, Technologien und Angebote auf den Bühnen sichtbar machen. Viele dieser Inhalte sind relevant, aber erklärungsbedürftig. Sie brauchen Übersetzung, Energie und eine Form, die Jugendliche nicht belehrt, sondern neugierig macht.
Die zentrale Herausforderung lautete daher:
Wie gestalten wir drei Bühnen so, dass junge Menschen freiwillig stehen bleiben, zuhören, mitmachen – und sich auf Zukunftsthemen einlassen?
Das Ziel
Über neun Veranstaltungstage sollten drei Bühnen so bespielt werden, dass sie Orientierung geben, Aufmerksamkeit erzeugen und Jugendliche mitten im Trubel der Messe erreichen.
Das Ziel war nicht nur ein reibungsloser Ablauf. Das Ziel war ein Bühnenprogramm, das Inhalte zugänglich macht, Aussteller:innen sichtbar stärkt und junge Menschen dazu verführt, sich mit Themen wie Ausbildung, Forschung, Technologie, Berufsbildern und Zukunftskompetenzen auseinanderzusetzen.
Dafür brauchte es unkonventionelle Formate: kurze, klare, aktivierende Bühnenmomente, die schnell verständlich sind, Beteiligung ermöglichen und aus Unternehmens- oder Bildungsthemen echte Erlebnisse machen.
Gleichzeitig musste die enorme Komplexität hinter den Kulissen für das Publikum unsichtbar bleiben. Was vorne leicht, lebendig und spontan wirkt, braucht hinten präzise Planung, schnelle Abstimmung und ein Team, das auch bei kurzfristigen Änderungen handlungsfähig bleibt.
Die Konzeption & Umsetzung
Die Impulspiloten übernahmen mit ihrem Team die Verantwortung für drei Bühnenbereiche der IdeenExpo. Dazu gehörten Konzeption, Moderation, Ablaufsteuerung, Briefings, Abstimmungen mit Regie und Technik, Betreuung von Speakern und Creatorn sowie die enge Zusammenarbeit mit Veranstalter und Aussteller:innen.
Entscheidend war dabei nicht nur, Programmpunkte aneinanderzureihen. Entscheidend war die Frage: Welche Form braucht welcher Inhalt, damit er für diese Zielgruppe funktioniert?
Aussteller:innen, Hochschulen und Unternehmen bringen wichtige Themen auf die Bühne. Unsere Aufgabe ist es, daraus Formate zu entwickeln, die Jugendliche erreichen: Interviews, Talks, Quiz-Elemente, Mitmachaktionen, spontane Interaktionen, schnelle Übergänge, humorvolle Rahmung und Moderationen, die fachliche Inhalte verständlich und lebendig machen.
Ein besonderer Schwerpunkt lag auf den Gesprächen mit bekannten Content Creatorn. Dabei ging es bewusst nicht nur um Reichweite oder Entertainment, sondern um echte Begegnungen: Motivation, Kreativität, persönliche Entwicklung, Rückschläge, Berufswege und Zukunftsperspektiven.
Auch hinter den Kulissen zeigte sich jeden Tag, warum Improvisation für uns eine professionelle Kompetenz ist. Ein Talk dauert länger. Eine Technikprobe verschiebt sich. Ein Umbau braucht mehr Zeit. Ein Interview entwickelt plötzlich eine neue Dynamik.
Dann entscheidet nicht der Plan allein. Dann entscheidet ein Team, das miteinander denkt, schnell kommuniziert und flexibel bleibt.
Improvisation bedeutet für uns deshalb nicht Chaos. Sondern professionelle Flexibilität.
Das Ergebnis
Über neun Veranstaltungstage entstand auf drei Bühnen ein vielfältiges Programm mit hunderten Programmpunkten. Junge Besucher:innen blieben stehen, hörten zu, machten mit und kamen mit Themen in Kontakt, die in einem klassischen Vortragsformat kaum dieselbe Wirkung entfaltet hätten.
Die Aussteller:innen erhielten Sichtbarkeit für ihre Inhalte. Das Publikum erlebte abwechslungsreiche Bühnenmomente, inspirierende Gespräche, Shows, Interaktion und Orientierung. Und die komplexen Abläufe hinter den Kulissen blieben weitgehend unsichtbar.
Genau das ist für uns ein starkes Ergebnis: Wenn ein anspruchsvolles Bühnenprogramm leicht wirkt, obwohl dahinter hochprofessionelle Teamarbeit steht.
Die IdeenExpo zeigte einmal mehr, dass erfolgreiche Großveranstaltungen nicht durch perfekte Drehbücher entstehen. Sie entstehen durch Menschen, die Inhalte verstehen, Zielgruppen ernst nehmen, Formate mutig denken und auch in dynamischen Situationen gemeinsam Lösungen entwickeln.