Netzwerken in Zeiten der Krise

1. Mai 2020

Dass die Welt hybrid ist, wissen wir alle schon länger. Dass wir alle „amazoniger“ sein würden, haben wir kommen sehen. Dass jedoch ein Großteil von uns Bühnen- und Eventmenschen aufgrund einer Pandemie und social distancing plötzlich nur noch online arbeiten darf verwirrt und wirft viele Fragen auf. In Zeiten der Krise machen sich da gute  Netzwerke bezahlt. Und es wird gleichzeitig auch schnell deutlich, wer seine Kontakte vorab gut gepflegt hat.

Kannst du mal kurz….

In Tagen wie diesen bin ich froh darüber, aktives Mitglied der German Speakers Association (GSA) und des Moderatorenverbandes zu sein. Wir tauschen und über (Sorgen-)Themen aus, die uns alle betreffen, informieren uns wechselseitig und bieten gegenseitige Hilfe. Damit ist der einzelne Speaker oder Moderator nicht allein mit seinen Problemen und Ängsten, sondern in einer Gemeinschaft von Gleichgesinnten, in der letzten Endes als Schwarmimpuls der Optimismus und der Tatendrang überwiegt. Das gibt einen wichtigen Halt in unsicheren Zeiten.

Ein gutes Netzwerk bedarf jedoch vorab nicht nur den Aufbau von neuen Kontakten, sondern einer vor allem kontinuierlichen Pflege.  Denn es gilt nach wie vor die goldene Regel von „Geben und Nehmen“ – und nicht, wie es häufig missverstanden wird: nehmen und gehen.

Nur, wenn man selbst für seine Kontakte wertvoll ist, kann man auch von den Personen im Netzwerk profitieren.

In den letzten Wochen sind dabei wirklich tolle Synergien entstanden. Auf der anderen Seite sind aber auch Paradebeispiele von schlechten Netzwerkern zu Tage gekommen von denen man nach Jahren der Funkstille angefragt wird, ob man nicht mal kurz XY könne… Ein klarer Fall eines Netzwerk-Zombies 😉

Netzwerke sind eine Investition in die Zukunft

 Der Nutzen von meinem Investment in ein Netzwerk ist nicht immer linear zu erkennen. Meine Auffassung von guten Netzwerken basiert jedoch prinzipiell auf einem positiven Menschenbild und so etwas wie ein Gleichgewicht im Universum oder Punkte auf meinem Karma-Konto. Ich gebe dass, was ich kann und was für jemand anderen von Nutzen ist. Irgendwann bekomme ich dann von einer anderen Stelle, zu einer anderen Zeit und wahrscheinlich auch von einem ganz anderen Kontakt, dass, was ich brauche. Ich bin überzeugt davon: Mein Input wird auf verschachtelten Wegen wieder zu mir zurückkommen. Dazu ist Vertrauen und ein prinzipiell positives Mindset nötig.

Goodmother of networking

Es gibt eine spezielle Person, die für mich mit ihrem unermüdlichen Einsatz für die Mentees der German Speakers Association ein absolutes Vorbild ist. Darüber hinaus beeindruckt sie mich als der Mensch, der sie ist: Margit Hertlein. Als Hommage an die von uns GSA-Mitgliedern sehr geschätzte Frau, gab es als Dankeschön von uns auf der GSA Convention 2018 einen eigenen Programmpunkt. Es wurde ein sehr emotionaler Moment, den wir alle so schnell nicht vergessen.

Verliert also nicht Euren Mut und Eure Vision da draußen – und lasst uns weiterhin gegenseitig mit unseren individuellen Stärken unterstützen.

Bleibt flexibel – und gesund!

Euer Ralf Schmitt und die Impulspiloten

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